Volunteers

„Der große Abschlussgottesdienst der Mitarbeiterschulung ist in vollem Gange. Das Technikteam hat alle Hände voll zu tun, die Band in Szene zu setzen und die Moderatoren sind ganz schön aufgeregt. Das Theaterstück passend zum Thema „juenger sein“. Eine Gruppe spielt mit Pokemon-Karten, jeder sammelt für sich allein, bis am Ende herauskommt: Zusammen, mit einem gemeinsamen Ziel vor Augen, sind wir doch am stärksten. Im „Impuls“- Gottesdienst erzählen vier Jugendliche, wie sie Glauben erleben und wie gestärkt sie sind von dieser Gemeinschaft. Die sieht man auf beeindruckende Weise auch im Gottesdienst selbst. Alle waren beteiligt, haben mitgeholfen, und am Ende, bedanken sich viele ganz persönlich für etwas. Miteinander arbeiten Unsere Ehrenamtlichen engagieren sich freiwillig an verschiedenen Stellen in unseren Gemeinden. Sie leiten Kinder- und Jugendgruppen, arbeiten in Offenen Treffs mit, unterstützen Projekte, Events und Freizeiten. Um unsere freiwilligen Unterstützer zu stärken, veranstalten wir einmal im Jahr unsere sogenannte Osterschulung. In der ersten Osterferien-Woche fahren acht Hauptamtliche mit ca. 90 Jugendlichen aus den unterschiedlichen Gemeinden in ein Seminar. Aufgeteilt in verschiedene Kurse lernen, leben, lachen, spielen, feiern und singen alle Altersstufen eine Woche lang gemeinsam miteinander. Im Basiskurs I sind alle, die zum ersten Mal mit dabei sind. Hier bekommen sie die Basics für ehrenamtliche Jugendmitarbeiter an die Hand: „Wie leite ich ein Spiel an? Was gibt es überhaupt für Spiele?“, auch Grundlagen wie „Rechte und Pflichten eines Ehrenamtlichen“ und Basiswissen zum Thema „Gruppendynamik“ gehören dazu. Der Basiskurs II gehört, wie der erste Kurs, zur Grundausbildung eines jeden freiwilligen  Jugendmitarbeiters. Der Kurs vertieft die Inhalte und die bereits erlernten Kompetenzen. Die Idee ist, spielerisch, praktisch und begeistert mit anderen die Dinge zu lernen und zu erleben, die später in der Gemeinde gebraucht werden. Gabenorientierung spielt dabei eine große Rolle. Neben den beiden Basiskursen, als Grundstock für die Teamerarbeit, können die älteren Ehrenamtlichen je nach Interesse einen Vertiefungskurs wählen. Unter anderem gibt es da Moderations-und Theaterworkshops, Bandcoaching und Kurse zu Glaubens- und Lebensfragen. Das Miteinanderarbeiten wird auch in der Mitarbeiterschulung gelebt: Hier gibt es die Chance für ältere Jugendliche, an der Seite eines Hauptamtlichen einen Kurs zu unterstützen. Die Kurse gliedern sich in kleinere Einheiten von
etwa drei Stunden, die in festen Gruppen stattfinden. Das Rahmenprogramm schließt die gesamte Gruppe mit ein. Es wird gemeinsam gegessen, Andacht gefeiert und Musik gemacht.

Das ist ja wie Schule?!
Von wegen!
Wir wollen einen erholsame Ausgleich schaffen zum Leistungsgedanken in Schule und Bildungssystem. Bei uns lernt man praktisch statt theoretisch und freiwillig statt verpflichtet. Bei uns lernen die jungen
Menschen, ihr Wissen praktisch anzuwenden, im Sinne von etwas, dass für das Leben nachhaltig und von Bedeutung ist. Jugendliche kommen freiwillig zu uns und sind sensibel für authentischen,
glaubwürdigen, lebendigen Glauben. Sie wollen etwas lernen, sind wissbegierig und drängen darauf, Neues und sich selbst auszutesten. Sie dürfen in verschiedene Projekte reinschnuppern und können
sich dort einbringen. Das honorieren wir mit qualitativ ausgearbeiteten und auf die Zielgruppe zugeschnittenen Schulungsmodellen, die den Einzelnen als Teil der Gruppe wahrnehmen und die für jeden offen zugänglich sind. Wir achten darauf, dass alle daran teilhaben und partizipieren können.

Sich gegenseitig stärken
Die Osterschulung des Kirchenkreises Hattingen-Witten ist ein Erfolgsmodell. Es hat Strahlkraft nach innen – die Gemeinden profitieren von ihren „ausgebildeten Ehrenamtlichen“ – und Strahlkraft nach
Außen – Jugendliche kommen gemeindeübergreifend miteinander in Kontakt und stärken sich gegenseitig. Auch die hauptamtlichen Kräfte haben hier die Gelegenheit, voneinander zu lernen und zu profitieren. Das führt zu einem wertschätzenden und nachhaltigen Austausch,